Timo, geboren am 08.09.2008
Diagnose:
Zwillingsfrühgeborenes 33. SSW, motorische Entwicklungsstörung, expressive Sprachentwicklungsstörung,
idiopatischer Kleinwuchs, Verhaltensauffälligkeiten, mangelndes Selbstwertgefühl
Erfolgsbilanz:
2020
Timo profitiert seit dem Sommer 2020 von einer psychomotorischen Wahrnehmungstherapie. Er kommt beim Training gut voran und genießt vor alle seine individuell für ihn erstellte Hör-CD. Durch sein Training wurde er vor allem im dichotischen Hören besser. Er steigerte sich von 0 gehörten Paaren auf jetzt 7 Paare. Da der Junge bisher so schlecht „wahrnehmen“ konnte – bei einem eigentlich sehr guten Hörvermögen – war er in unruhigen Geräuschkulissen bereits im Kindergarten überfordert und „gestresst“. Timo hat eine Verbesserung in der Hörverarbeitung, er ist ruhiger und weniger aggressiv. Auch hilft ihm das motorische Training auf der Wippe, das Reflexintegrationsprogramm bzw. die „Frequenztherapie“, um seine Emotionen besser zu steuern bzw. auch selbstbewusster zu werden.
Weihnachtsaktion 2020 der HypoVereinsbank Weißenburg
Timo erhielt auch einen Geschenkgutschein.
2021
Auch 2021 läuft die Wahrnehmungstherapie für Timo weiter. Die vielfältigen Ansätze der Therapie führen dazu, dass sich der Junge inzwischen gut entwickelt und er selbst nimmt erste Veränderungen wahr. Dies bewirkt eine Verbesserung seines Selbstwertgefühls und führt zu einer stetigen positiven Entwicklung seiner emotionalen Verfassung. Timo verfügt nun über eine deutlichere Aussprache, reagiert schneller auf Fragen und antwortet nicht mehr nur mit einer Kopfbewegung, sondern immerhin schon mit einsilbigen Worten. Auch sucht er nun Blickkontakt – man merkt ihm an, dass er unter Anleitung gerne an sich arbeitet.
2022
Timos Durchhalten bei der integrierten Wahrnehungstherapie bewirkte eine deutliche Verbesserung in seiner Entwicklung. Er merkt selbst, dass er inzwischen viel deutlicher sprechen kann und Fragen sowohl inhaltlich als auch akustisch besser versteht und deshalb wesentlich slbstbewusster wurde.
Timo sieht seinem Gegenüber beim Sprechen in die Augen, nutzt Mimik und Gestik um seine Meinung zu untermauern - er ist viel lebendiger und fröhlicher geworden. Er fühlt sich nicht mehr benachteiligt und minderwertiger als sein Zwillingsbruder. Aggressive Verhaltensweisen aber auch depressive Phasen sind kaum noch vorhanden.
2023
Das letzte Jahr verlief für Timo mit Höhen und Tiefen. Der Junge nahm seine Therapiestunden zwar regelmäßig und gerne wahr, auch arbeitete er immer motiviert mit. Dennoch nahmen depressive Phasen wieder zu, soziale Rückzugstendenzen mussten festgestellt werden. Die Gründe für die selbstgewählte Isolation sind vielfältig und können zum großen Teil nur gemutmaßt werden.
2024
Leider musste der Junge und seine Familie in diesem Jahr noch einmal eine schwere Zeit durchleben, doch scheint Timos emotionale Krise nun tatsächlich überwunden zu sein. Mittels verschiedener therapeutischer Interventionen ist der Junge inzwischen wieder auf einem guten Weg. Er nimmt weiterhin seine wöchentliche Wahrnehmungstherapie wahr und profitiert auch sehr davon wie er selbst betont. Er ist jetzt wieder offener und blickt zuversichtlich ins Leben.